Zwischen Wahrnehmung, Raum und Bewegung
Meine Arbeiten entstehen aus der Beobachtung von Momenten, aus dem aufmerksamen Wahrnehmen von Licht, Perspektive und den Kräften, die unsere Welt strukturieren. Mich interessiert die Natur nicht als Motiv, sondern als System. Ihre Gesetzmäßigkeiten, Rhythmen und Ordnungen. Das, was wirkt, ohne beeinflussbar zu sein. In dieser Verlässlichkeit liegt für mich ein Fundament, aus dem Kreativität entstehen kann.
Ausgangspunkt meiner Arbeit ist nicht das Motiv, sondern der Prozess: wie Formen entstehen, sich verändern und wieder auflösen. Besonders interessiert mich das Zusammenspiel von Zufall und Entscheidung. Zufall bedeutet für mich kein Chaos, sondern das Auftreten von Gesetzmäßigkeiten in immer neuen Kombinationen – Möglichkeiten, deren Vielfalt sich nicht vollständig denken lässt. In der bewussten Setzung innerhalb dieses offenen Feldes entsteht Ausdruck. Viele meiner Arbeiten entwickeln sich aus dieser Haltung heraus und bewegen sich bewusst im Abstrakten.
Nicht das Abbild steht im Zentrum, sondern der Ausdruck eines Übergangs. Sehen verstehe ich dabei nicht als reines Abbilden des Sichtbaren, sondern als erweitertes Wahrnehmen – als ein Begreifen von Zusammenhängen, Beziehungen und Veränderungen. Mich beschäftigt die Frage, wie sich auf zweidimensionalen Flächen ein Gefühl von Tiefe entwickeln lässt. In Schichtung, Überlagerung und im Spiel des Lichts liegt der Versuch, Raum erfahrbar zu machen und einen Blick jenseits der Oberfläche zu eröffnen.
Diese Seite ist ein Ort des Teilens. Werke, Texte und Gedanken dürfen hier betrachtet, gelesen und – wenn es stimmig ist – erworben werden. Sprache begleitet meine Arbeit ebenso wie das Bild, in Form von kurzen Texten, Gedankengängen oder Gedichten. Nicht erklärend, sondern ergänzend.
Ich teile meine Arbeiten bewusst zurückhaltend. Nicht alles muss permanent sichtbar sein. Kunst darf im eigenen Tempo wirken und wird hier dann zugänglich, wenn jemand bereit ist, sich ihr zuzuwenden.
